Frühlings-Prognose der österreichischen Wirtschaft 2025–2026

Drittes Rezessionsjahr verstärkt Reformdruck

Im vergangenen Jahr verharrte die österreichische Wirtschaft in der Rezession und das Bruttoinlandsprodukt ging um 1,2 % zurück.

2025 wird nach Einschätzung des IHS das dritte Rezessionsjahr in Folge. Im Jahresdurchschnitt 2025 dürfte die heimische Wirtschaftsleistung um 0,2 % schrumpfen. Die Budgetkonsolidierung durch die neue Bundesregierung dämpft dabei das Wachstum um 0,3 Prozentpunkte. Ein vorsichtig anziehender privater Konsum, niedrigere Zinsen als im Vorjahr und eine Belebung im Euroraum sollten aber dazu führen, dass Österreichs Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte wieder auf einen verhaltenen Wachstumskurs einschwenkt. Im kommenden Jahr dürfte die Wirtschaft um 1,1 % wachsen. Mit 2,9 % dürfte der Auftrieb der Verbraucherpreise im laufenden Jahr etwas stärker ausfallen als in der Winter-Prognose des IHS erwartet. 2026 wird die Inflationsrate voraussichtlich auf 2,0 % zurückgehen. Das IHS erwartet eine Zunahme der Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt 2025 auf 7,5 %, gefolgt von einem leichten Rückgang im kommenden Jahr auf 7,3 %. Mit einer Eskalation der von der Trump-Administration ausgelösten internationalen Handelskonflikte sind erhebliche Abwärtsrisiken verbunden.

IHS-Konjunkturprognose